Die Challenge

Das Szenario

Ein multinationaler Verband operiert in einem elektromagnetisch umkämpften Raum. Unbemannte Aufklärungssysteme, Fahrzeuge und Führungsinformationssysteme melden weiterhin plausible und untereinander konsistente Positionsdaten. Es gibt keinen offensichtlichen Signalausfall und keine unmittelbare Warnung.

Tatsächlich werden die empfangenen GNSS-Signale jedoch schrittweise manipuliert. Die angezeigte Position einer Drohne weicht zunehmend von ihrer tatsächlichen Position ab. Aufklärungsergebnisse werden dadurch falsch georeferenziert, Bewegungen eigener Kräfte fehlerhaft dargestellt und Zieldaten einem falschen Ort zugeordnet. Weil die Abweichung langsam eingeführt wird, bleiben Navigation, Kartenbild und Systemmeldungen zunächst scheinbar widerspruchsfrei.

Gleichzeitig kann die Manipulation der GNSS-Zeitinformation die Synchronisierung verteilter Sensoren, Kommunikationssysteme und IT-Infrastrukturen beeinträchtigen. Einzelne Systeme funktionieren weiterhin, ihre Daten lassen sich jedoch nicht mehr zuverlässig zusammenführen.

Die Einsatzkräfte müssen deshalb nicht nur erkennen können, dass GNSS-Signale beeinflusst werden. Sie benötigen möglichst früh eine belastbare Aussage darüber, ob Spoofing, Jamming, eine technische Fehlfunktion oder ein nicht gegnerischer Umgebungseffekt vorliegt, welche Systeme und PNT-Funktionen betroffen sind, aus welchem Raum die Beeinflussung wahrscheinlich erfolgt und wie sich ihr Wirkungsbereich entwickelt.

Die Challenge

Mit der abschließenden Demo-Woche und der Validierung unter realitätsnahen Bedingungen schafft die ECHIS-Challenge einen Rahmen, in dem nicht nur die Originalität eines Ansatzes zählt, sondern auch seine Belastbarkeit im praktischen Test.

Noch Fragen?

Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Challenge haben wir hier zusammengestellt.