Das Szenario
Maritime Sicherheit unter Druck Die geopolitische Lage zeigt täglich, wie fragil der Frieden auf See ist. Schauplätze wie die Ostsee oder die Straße von Hormuz sind heute Brennpunkte der maritimen Sicherheit. Kritische Infrastrukturen am Meeresgrund und internationale Handelswege stehen im Fokus hybrider Bedrohungen.
Stell dir vor: Ein Verbund aus bemannten Schiffen und autonomen Unterwasserdrohnen operiert in einem hochsensiblen Seegebiet. Plötzlich eskaliert die Lage. Ein technologisch hochgerüsteter, feindlicher Akteur aktiviert massive elektronische Angriffe (EloKa). Das elektromagnetische Spektrum wird mit Rauschen geflutet, GPS-Signale werden verfälscht und Satellitenverbindungen brechen unter gezielten Störungen zusammen. Gleichzeitig peitscht ein Sturm die See auf, Gischt und Regen verschlechtern die Bedingungen weiter.
In dieser „Blackout“-Situation muss die Operationszentrale dennoch ein präzises Lagebild empfangen und taktische Befehle in Echtzeit senden können. Gleichzeitig brauchen die Einheiten auf hoher See stabile Verbindungen zu ihren unbemannten Systemen, um zentralen Fähigkeiten der hybriden Flotte nicht zu verlieren.
Die Challenge
MARLIN ist die Antwort auf diesen Blackout. Wir suchen die „disruptive Lebensader“, die diesen massiven Störeinflüssen trotzt und Verbindungen aufrechterhält, wenn alle anderen Lösungen schweigen.
Die Challenge richtet sich an Akteure, die technologische Innovationen für maritime und sicherheitsrelevante Anwendungsfelder denken und umsetzen können. Besonders gefragt sind interdisziplinäre Teams, die Kommunikations-, Sensorik-, Cyber- und Netzwerkthemen nicht isoliert, sondern als integrierte Lösung verstehen.
Mit der abschließenden Demo-Woche und der Validierung unter realitätsnahen Bedingungen schafft die MARLIN-Challenge einen Rahmen, in dem nicht nur die Originalität eines Ansatzes zählt, sondern auch seine Belastbarkeit im praktischen Test.