Bewertungskriterien

Die Bewertung in der MARLIN-Challenge erfolgt stufenbezogen. Maßgeblich ist nicht nur die Originalität einer Idee, sondern auch ihre fachliche Passfähigkeit, ihre Umsetzbarkeit und ihre Leistungsfähigkeit im späteren Praxistest.

Sowohl die Kurzkonzepte aus Stufe 1 als auch die Lösungskonzepte der Finalistinnen und Finalisten werden zunächst auf das Einhalten der formalen und inhaltlichen Mindestanforderungen geprüft.

Das Kurzkonzept muss mindestens folgende Aspekte adressieren:

  • Technischer Lösungsansatz
  • Innovationsgehalt und Disruptivität
  • Operative Relevanz
  • Realisierbarkeit
  • Vorstellung des Projektteams

Wegen der Einzelheiten wird auf Ziffer 5, Tabelle 1 Nr. 6 der Leistungsbeschreibung (Dokument 02) verwiesen.

Das Lösungskonzept muss mindestens folgende Bestandteile enthalten:

  • Prototyp (Hardware/Software)
  • Begleitende Dokumentation und Materialien:
    Technische Dokumentation
    Präsentationsunterlagen

Zusatzmaterial, welches die Funktionsweise des Prototyps verdeutlichen, ist optional.

    Sodann erfolgt in einer zweiten Stufe die Bewertung der Konzepte nach den qualitativen Bewertungskriterien.

    Für die Bewertung der Kurz- und Lösungskonzepte werden die folgenden qualitativen Bewertungskriterien zu Grunde gelegt:

    Innovationsgrad (40%): Bewertet wird, inwieweit die Lösung neue methodische Ansätze, Technologien oder Wirkprinzipien einführt, die über den Stand der Technik hinausgehen, erstmals praktikable Handlungsoptionen schaffen oder bestehende Paradigmen deutlich übertreffen. Bewertet werden sowohl die Originalität des Ansatzes als auch der Grad, in dem er neue Denk- oder Handlungsräume im Bereich elektronischer Wirkung eröffnet.

    Operativer Mehrwert (30%): Der Nutzen bzw. hier vor allem der militärische Mehrwert wird daran gemessen, wie konkret und wirksam die Lösung zur Sicherung der Einsatzfähigkeit eigener unbemannter Systeme beiträgt. Entscheidend ist, inwieweit sie in realistischen Einsatzszenarien einen messbaren Vorteil bietet und ob sie so bedienerfreundlich ist, dass Soldatinnen und Soldaten sie auch unter hoher Belastung und akutem Stress zuverlässig einsetzen können. Ist dies in Phase 1 noch nicht gegeben, wird bewertet, ob ein plausibler Plan zur Verbesserung bis Phase 2 vorliegt oder ob andere Faktoren perspektivisch zu einem hohen militärischen Nutzen beitragen können.

    Umsetzbarkeit (20%): Hier wird geprüft, ob die Lösung innerhalb des Challenge-Zeitraums technisch realisierbar ist. Bewertet werden der aktuelle Entwicklungsstand, der technische Reifegrad (TRL), ein nachvollziehbarer Umsetzungsplan sowie die realistische Einschätzung technischer Risiken. Ziel ist die Entwicklung eines funktionsfähigen Prototyps oder Testaufbaus (TRL 6).

    Team & Expertise (10%): Habt ihr die Power, das Projekt bis zum Sieg durchzuziehen? Hier wird bewertet, ob das Team über die erforderliche Fachkompetenz, Erfahrung und Struktur verfügt, um die Idee erfolgreich zu realisieren. Dazu gehören sowohl technische und wissenschaftliche Fähigkeiten als auch die Organisation und Ressourcen, um Zeitplan, Entwicklung und Kommunikation zuverlässig zu bewältigen.

    Die formale Prüfung erfolgt durch die Vergabestelle. Die fachliche Bewertung der Kurz- und Lösungskonzepte erfolgt durch die zuständigen Expertengremien. Die Lösungskonzepte werden durch ein Preisgericht auch auf Grundlage der Testergebnisse bewertet.

    Noch Fragen?

    Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Challenge haben wir hier zusammengestellt.